
Pressemitteilung 02.01.2026
Neuer Chefarzt der Klinik für Urologie am Lukaskrankenhaus
NEUSS Geografisch ist es nur ein kurzer Sprung über den Rhein: Privatdozent (PD) Dr. med. Robert Rabenalt (52) übernimmt zum 1. Januar die Leitung der Klinik für Urologie am Lukaskrankenhaus. Er wechselt vom Marien Hospital Düsseldorf, wo er als Leitender Oberarzt sowie ärztlicher Leiter des Zentrums für Interdisziplinäre Robotische Operationen (ZIRO) tätig war, ins Linksrheinische und folgt als Chefarzt auf Professor Dr. Thomas Otto, der nach 21 Jahren in dieser Funktion in den Ruhestand tritt.

An Rheinland Klinikum, seiner neuen Wirkungsstätte, freut sich Robert Rabenalt besonders darauf, die Robotik-Operationen in seinem Fachbereich weiter auszubauen. Der Facharzt für Urologie, verfügt über langjährige Erfahrung mit robotergestützten Eingriffen, schließlich war er einer der Ersten in Deutschland und Europa, der mit dieser Technologie operierte, insbesondere im Bereich der Uroonkologie, also der Tumorerkrankungen in der Blase, an den Nieren oder der Prostata. „Mit dieser Expertise ist Herr Dr. Rabenalt für unser Klinikum die Idealbesetzung in dieser Position“, sagt Geschäftsführerin Nicole Rohde, die zugleich Worte des Dankes gegenüber dem scheidenden Vorgänger Professor Thomas Otto findet: „Professor Otto hat maßgeblich zum guten Ruf der Klinik für Urologie am Lukaskrankenhaus beigetragen. Ich bin davon überzeugt, dass Dr. Rabenalt dieses positive Image noch weiter ausbaut und alle Operateure von seinem enormen Fachwissen auf dem Gebiet der robotisch unterstützten Operation profitieren werden.“
Neuss und das „Lukas“ sind für den gebürtigen Dresdner Robert Rabenalt alles andere als unbekanntes Terrain. Mit den Fachkolleginnen und –kollegen in der Klinik an der Preußenstraße hatte er auf professioneller Ebene wiederholt Kontakt. Das Krankenhaus kennt er darüber hinaus aus Patientensicht, denn im Jahr 2012 wurde hier seine Tochter geboren. Bereits seit 2008 lebt er mit seiner Familie in Neuss-Norf – und das gern, wie er bestätigt. Von dort aus ist der tägliche Weg zur Arbeit, den er grundsätzlich mit dem Rad zurücklegt, nun künftig nur halb so lang wie bisher.
Aufgewachsen in Leipzig, studierte Robert Rabenalt an der Universität seiner Heimatstadt von 1993-2000 Medizin und unternahm am dortigen Uni-Klinikum auch seine ersten beruflichen Schritte. Im Jahr 2006 promovierte er mit dem Prädikat „summa cum laude“ zum Thema „Die endoskopische extraperitoneale radikale Prostatektomie (EERPE)“. Zwei Jahre später übersiedelte er ins Rheinland und wechselte als Oberarzt an die Uniklinik Düsseldorf. Bereits dort übernahm er die Leitung des zertifizierten Prostatakarzinomzentrums sowie der Abteilung für Roboterchirurgie und minimalinvasive Operationen.
Die Verbindung aus Medizin und Technik war es nicht zuletzt auch, die ihn für die Urologie begeisterte. „Mein Fachgebiet habe ich eher per Zufall während des Praktischen Jahres für mich entdeckt“, sagt er, „als während der 1990er Jahre das minimalinvasive Operieren und die Robotik aufkamen, hat mich das als technisch sehr interessierter Mensch von Anfang an total fasziniert. Zumal die Vorteile für die Patienten – kleinere Schnitte, dadurch weniger Schmerzen und schnellere Erholung – immens und überzeugend sind.“ 2018 verließ er die Uniklinik als Leitender Oberarzt und stellvertretender Klinikdirektor der Klinik für Urologie Richtung Marien Hospital und habilitierte mit einer Schrift über „Die Entwicklung von minimal-invasiven Operationstechniken in der Urologie an ausgewählten Beispielen der radikalen Prostatektomie, partiellen Nephrektomie und radikalen Zystektomie“.
Ist die Urologie tatsächlich „Männermedizin“, quasi als Pendant zur Gynäkologie als Frauenheilkunde, wie es oft verstanden wird? „Etwa 40 Prozent unserer Patienten sind weiblich“, stellt der Facharzt richtig, „sie suchen den Urologen etwa wegen einer Blasenentzündung, Beschwerden der Harnwege oder der Nieren auf oder werden wegen einer Tumorerkrankung behandelt.“


