
Chirurgie
Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
Minimal-invasive Verfahren im Fokus
In unserer Klinik für Allgemein- und Viszeral bilden viszeralchirurgische Operationen den Schwerpunkt, d. h. Eingriffe an Organen des Verdauungstrakts, des Bauchraums sowie den verschiedenen Körperdrüsen bei gut- und bösartigen Erkrankungen. Wo immer möglich, nutzt das Team hochspezialisierter Fachärzte schonende minimal-invasive Verfahren (Schlüssellochchirurgie). Die Operationen in unserer Chirurgie reichen von kleinen, auch ambulanten Eingriffen bis hin zur großen Tumorchirurgie.
Patienten mit Darmkrebs erhalten bei uns von der Diagnostik bis zur Therapie und Nachsorge eine durchgehende Versorgungs-Qualität nach höchsten medizinischen Standards.
Unsere Philosophie
Jeder Patient soll die individuell passendste Behandlung erhalten, die seiner Erkrankung entspricht
– nach höchsten Qualitätsstandards, wohnortnah und innerhalb eines erfahrenen interdisziplinären Teams.
Wichtiger Hinweis!
Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,
wir möchten Sie darüber informieren, dass die chirurgische Ambulanz zum 01.06.2026 in neue Räumlichkeiten umgezogen ist.
Ab dem 01.06.2026 finden Sie die chirurgische Ambulanz nicht mehr in der 1. Etage, sondern im Erdgeschoss – Haupteingang links.
Ihr bereits vereinbarter Termin bleibt selbstverständlich bestehen.
Bitte melden Sie sich am Behandlungstag direkt im Erdgeschoss in der Ambulanz an.
Bei Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Ambulanz-Team
Unsere medizinischen Schwerpunkte
Allgemein- und Viszeralchirurgie
- Chirurgie des Magen-Darm-Trakts (Magen, Dünn- ,Dick- und Enddarmarmresektionen)
- Chirurgie der Gallenblase und der abführenden Gallenwege
- Nebennierenentfernung (laparoskopisch, retroperitoneoskopisch und konventionell)
- Minimal-invasive Chirurgie (Gallenblase, Leber, Leistenbruch, Narbenbruch, Stomabruch, Blinddarm, Magen, Dünndarm, Dickdarm, Enddarm, Fundoplicatio, Nebenniere, Milz)
- Leberchirurgie
- Proktologie inklusive Inkontinenzchirurgie (Hämorrhoiden)
- Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie
Ambulante Chirurgie
Kleinere operative Eingriffe nehmen wir ambulant oder in Form von Tageschirurgie vor. Einige Eingriffe (Leistenbruch, Sinus pilonidalis) fallen dabei bereits unter die sogenannten „Hybrid DRG's“. Unsere Patienten können das Krankenhaus also noch am selben oder teilweise am nächsten Tag wieder verlassen. In Frage kommen hierbei folgende Operationen:
- Operation von Leisten-, Nabel- und Schenkelbrüchen
- Hämorrhoidenentfernung
- Sinus pilonidalis
- Entfernung kleiner, gutartiger Tumore (z.B. Fettgewebsgeschwulst „Lipom“ oder Grützbeutel „Atherom“, Lymphkontenentfernung)
- Fremdkörperentfernung
Darmkrebschirurgie
Modernste Verfahren wohnortnah im Rheinland Klinikum Dormagen
Die Diagnose Darmkrebs verändert das Leben von einem Tag auf den anderen. Wir begleiten Sie während des gesamten Behandlungsverlaufs – von der ersten Vorstellung über die Diagnostik und die interdisziplinäre Therapieplanung bis zur Operation und Nachsorge nach den aktuellsten Leitlinien.
Nach Abschluss der notwendigen Diagnostik wird jeder Fall in einer interdisziplinären Tumorkonferenz vorgestellt, diese besteht aus den Fachbereichen: Viszeralchirurgie, Gastroenterologie, Onkologie, Radiologie, Pathologie, Strahlentherapie.
Die operative Behandlung von Darmkrebs erfolgt in unserer Klinik nach modernsten onkologischen Standards. Wann immer möglich operieren wir minimal-invasiv (Schlüssellochchirurgie). Diese Technik führt häufig zu geringeren Schmerzen, einer schnelleren Mobilisation, kürzeren Krankenhausaufenthalten und einer rascheren Rückkehr in den Alltag. Im Fokus steht die Tumorentfernung unter Einhaltung höchster onkologischer Qualitätsstandards.
Unsere Leistungen im Überblick:
- Darmkrebssprechstunde
- Zweitmeinung bei Darmkrebs
- Interdisziplinäre Tumorkonferenz
- Minimal-invasive Darmkrebschirurgie
- Kolonkarzinomchirurgie
- Rektumkarzinomchirurgie
- ICG-Fluoreszenzangiographie zur Kontrolle der Darmdurchblutung
- Fast-Track-/ERAS-Behandlung
- Stomatherapie
- Nachsorge
- Enge Zusammenarbeit mit Hausärzten, Gastroenterologen und Onkologen
Mehr Sicherheit durch moderne Fluoreszenztechnik (ICG)
Bei Darmoperationen überprüfen wir routinemäßig die Durchblutung der neu angelegten Darmverbindung (Anastomose) mithilfe der Indocyaningrün-Fluoreszenzangiographie (ICG). Nach Gabe eines gut verträglichen Fluoreszenzfarbstoffs kann die Durchblutung des Gewebes während der Operation in Echtzeit sichtbar gemacht werden. Dadurch lässt sich die Qualität der Darmdurchblutung unmittelbar beurteilen und die optimale Stelle für die Darmverbindung auswählen.
Schneller fit durch das Fast-Track-Konzept (ERAS)
Unsere Patientinnen und Patienten werden nach den Prinzipien des modernen Fast-Track- bzw. ERAS-Konzeptes (Enhanced Recovery After Surgery) behandelt.
Hierzu gehören unter anderem: die optimale Vorbereitung auf die Operation (Prähabilitation), moderne Narkoseverfahren, frühzeitige Mobilisation, schneller Kostaufbau, strukturierte Schmerztherapie und intensive physiotherapeutische Betreuung.
Dieses wissenschaftlich etablierte Konzept verkürzt nachweislich die Erholungszeit und reduziert Komplikationen.
Spezialisierte Behandlung von Enddarmkrebs
Die überwiegende Mehrzahl aller Darmkrebsoperationen wird am Standort Dormagen durchgeführt. Besonders komplexe Tumoren des tiefen Enddarms (Rektumkarzinome)
werden gemeinsam durch unser Team aus Dormagen und den Spezialisten am Standort Neuss behandelt. Am Lukaskrankenhaus kann diese spezielle Leistungsgruppe „Tiefes Rektum“ im zertifizierten Darmkrebszentrum behandelt werden. Dort ist auch die hochspezialisierte Beckenchirurgie angesiedelt und es kann eine robotisch assistierte Operation mit dem Da-Vinci-System durchgeführt werden.
Sie bleiben während der gesamten Behandlung in einem abgestimmten Versorgungskonzept. Diagnostik, Therapieplanung und Nachsorge erfolgen gemeinsam – komplexe Eingriffe werden innerhalb unseres Klinikverbundes dort durchgeführt, wo die größtmögliche Spezialisierung besteht.
Hernienchirurgie
Wenn Lücken im Bereich der Leiste oder der Bauchwand entstehen oder nach einer Operation eine Lücke im Bereich der Narbe auftritt, so spricht man von einem Leisten-, Bauchwand- oder Narbenbruch, einer sogenannten Hernie.
Ein Bruch besteht immer aus einer Bruchlücke, durch die sich Gewebe hindurchdrückt, und einem Bruchsack, in den sich das Gewebe hineinwölbt. Das typische Symptom ist demzufolge eine Beule im betroffenen Gebiet. Diese Beule kann, muss aber nicht immer Beschwerden im Sinne von Schmerzen oder Druckgefühl verursachen.
Wenn ein solcher Bruch auftritt, ist in den allermeisten Fällen eine Operation notwendig, um Schlimmeres (z.B. die Einklemmung von Darmanteilen) zu verhindern. Hierfür nutzen wir unterschiedlichste Verfahren, teils offene, teils minimal-invasive Eingriffe.
Heute sind die meisten Verfahren zur Reparation von Brüchen netzgestützt, d.h., es werden Kunststoffnetze unterschiedlicher Größe zur Unterstützung und Verstärkung der betroffenen Region eingesetzt.
Folgende Arten von Brüchen können in unserer Klinik versorgt werden:
- Oberer Bauchwandbruch
- Nabelbruch
- Rektusdiastase
- Leistenbruch
- Schenkelbruch
- Narbenbruch
- Spieghel’sche Hernie (eine Sonderform des Bauchwandbruchs im Unterbauch)
- Brüche im Bereich eines künstlichen Darmausgangs
- Zwerchfellbruch
- Loss-of-Domain-Hernien (riesige Narbenbrüche)
Zu unseren Operationsverfahren zählen u.a.:
- Bassini-OP (Leistenbruch, Nahtverfahren, ohne Netz)
- TAPP (Leistenbruch/Schenkelbruch, minimal-invasiv, mit Netz)
- Stoppa/Wantz-OP (Schenkelbruch, Rezidiv-Leistenbruch, mit Netz)
- Onlay (größerer Nabelbruch oder Narbenbruch, mit Netz)
- eTEP, eMILOS und PeTEP (minimal invasive Verfahren bei Nabelbrüchen und kleineren bis mittleren Narbenbrüchen in der Mittellinie, mit Netz)
- SCOLA (minimal-invasives Verfahren bei Rektusdiastase und Nabelbrüchen, mit oder ohne Netz)
- Offenes IPOM (sehr große Narbenbrüche, mit Netz)
- Botox-unterstützte Bauchwandrekonstruktion in IPOM-Technik (B.U.B.I) (sehr große bis riesige Narbenbrüche, mit vorheriger Botoxinjektion in die Bauchwand, mit Netz)
- Lap IPOM plus (Narbenbrüche, Nabelbrüche bei Patienten mit Adipositas, minimal-invasiv, mit Netz)
- Sugarbaker/Sandwich (parastomale Hernien, minimal-invasiv, mit Netz)
- Fundoplicatio und Hiatoplastik (Hiatushernien/Upside-Down-Magen/Thoraxmagen, minimal-invasiv, mit oder ohne Netz)
- Fasciotens: System zur Faszientraktion, um nach Vorbehandlung mit Botox sehr große Narbenbrüche verschliessen zu können. Hierbei wird die Bauchwand mit einem speziellen System gedehnt (siehe Abbildung), mit Netz
Bei kleineren Brüchen können teilweise auch ambulante Eingriffe durchgeführt werden, bei größeren Brüchen ist meist ein stationärer Aufenthalt von zwei bis sieben Tagen notwendig, je nach Größe und Lokalisation des Bruchs.
Proktologie
Im Rahmen unserer proktologischen Sprechstunde für Enddarmerkrankungen besprechen wir mit dem Patienten die aufgetretenen Beschwerden und ermitteln durch verschiedene Untersuchungen die Ursachen. Sollte sich aus den erhobenen Befunden die Notwendigkeit einer Operation ergeben, sind die Patienten bei unseren proktologischen Experten in den besten Händen. Denkbar sind ambulante Eingriffe, ggf. auch Eingriffe mit einem kurzen Krankenhausaufenthalt.
Generell werden Erkrankungen des Enddarms oft unterschätzt und durch die Tabuisierung des Themas Arztbesuche entsprechend hinausgezögert. Darüber hinaus haben viele Menschen immer noch die Angst, dass ein Eingriff oder eine Operation im Afterbereich mit wochenlangen Schmerzen oder Beeinträchtigungen der Kontinenz verbunden ist.
Zur Therapie von Enddarm- und Aftererkrankungen entwickeln wir ein individuelles Behandlungskonzept und sorgen für die persönliche Betreuung und Nachsorge.
Häufige Beschwerden sind:
- Blutabgang, Blut am Toilettenpapier
- Brennen, Jucken, Nässen
- Fremdkörpergefühl
- Schmerzen
- Stuhlschmieren, verstärkter Stuhldrang, Stuhlinkontinenz, Entleerungsstörung, chronische Verstopfung Senkung des Beckenbodens
- Geschwüre
- Hygieneproblematiken
Häufige korrespondierende Erkrankungen:
- Hämorrhoidalleiden
- Analfissur, Analabszess, Analfistel
- Rektumprolaps, Rektozele
- Steißbeinfistel
- Tumoren in der Afterregion/des Afters
- Stuhlinkontinenz, Schließmuskeldefekte
- Stuhlentleerungsstörungen
- Beckenbodeninsuffizienz
- Morbus Crohn des Afters und des Rektums
- Feigwarzen
- Marisken
- Perianalvenenthrombosen
- Akne inversa
- Analstenose
Zu den genannten Themen beraten wir unsere Patienten gerne umfänglich und besprechen mit ihnen mögliche Therapien.
Schilddrüsenchirurgie
Die Schilddrüse ist ein wichtiges, hormonproduzierendes Organ, das sich von vorne um den Kehlkopf legt. An ihr entstehen häufiger knotige Veränderungen, die in manchen Fällen operiert werden müssen.
Bei uns im Rheinland Klinikum Dormagen stehen nahezu sämtliche Möglichkeiten der Diagnostik und der Therapie von Schilddrüsenerkrankungen zur Verfügung. Im angeschlossenen ZRN (Zentrum für Radiologie und Nuklearmedizin) können zudem ultraschall- und nuklearmedizinische Diagnostik sowie Punktionen angeboten werden.
Sollte eine OP erforderlich sein, kann diese von unseren Experten für Schilddrüsenchirurgie unter Einsatz modernster Hilfsmittel (Lupenbrille, Neuromonitoring) sicher durchgeführt werden.
Besonderes Augenmerk gilt dabei der Schonung der Nebenschilddrüsen, die den Calciumstoffwechsel im Körper steuern. Gleiches gilt für den Stimmbandnerv, da eine Verletzung zu Heiserkeit führen könnte. Dieser Nerv wird daher während der Operation per Neuromonitoring überwacht.
Unsere Weiterbildungsangebote
Weiterbildungsermächtigungen
Basischirurgie (24 Monate)
Komplette Weiterbildung Viszeralchirurgie (72 Monate)
Spezielle Viszeralchirurgie (außer Ösophagus)
Sprechstunden
Allgemein- und Viszeralchirurgie
Privatsprechstunde
Montag und Freitag
12.30 bis 14.00 Uhr
nach Vereinbarung
Telefon +49 2133 66 2201
Darmkrebssprechstunde
Donnerstag
8.00 bis 11.00 Uhr
nach Vereinbarung
Telefon +49 2133 66 2230
Hernienchirurgie
Freitag
8.00 bis 11.00 Uhr
nach Vereinbarung
Telefon +49 2133 66 2230
Allgemeine Sprechstunde
Montag bis Mittwoch
8.00 bis 11.00 Uhr
nach Vereinbarung
Telefon +49 2133 66 2230
Proktologische Sprechstunde
OA Michael Dikermann
Dienstag
12.30 bis 14.30 Uhr
nach Vereinbarung
Telefon +49 2133 66 2230
Notfallbehandlung jederzeit
Akut- und Nachbehandlungssprechstunde
FÄ Anna-Maria Klein-Breukink
FA Dr. Heiko Leufgen
Montag bis Freitag
9.30 bis 14.00 Uhr
nach Vereinbarung
Telefon +49 2133 66 2230
Spezialsprechstunde „Zweitmeinungsverfahren Gallenblase“
CA Dr. Nicholas Bohnert
Montag und Freitag
12.30 bis 14.00 Uhr
nach Vereinbarung
Telefon +49 2133 66 2230
Unser Ärzteteam
Fachärzte
Anna-Maria Klein-Breukink
Dr. Heiko Leufgen
Ärzte in Weiterbildung
Corinna Brune
Maher Sharaf
Ioanna Tsiakki
Tamina Vogel
Stationsleitung
Anna Pastuszka
Stationsleitung 2 B/C
Telefon +49 2133 66 4271
Ilir Krasniqi
Nancy Przyklenk
Stellv. Stationsleiter
Telefon +49 2133 66 4271
Sekretariat
Giovanna de Marco
Telefon +49 2133 66 2201
Telefax +49 2133 66 2203
Mail chirurgie.do@rheinlandklinikum.de













